Lieber Herr Detlef D! Soost,

zuallererst möchte ich mich sehr für Ihr großzügiges Angebot bedanken. Dass Sie mich sexy machen wollen, ist wirklich ganz furchtbar lieb von Ihnen. Und ich möchte Ihnen auch versichern, dass ich Ihre Einladung auf Facebook auch gesehen habe. Wenngleich ich zu vorsichtig war sie anzunehmen.

Denn, wissen Sie Herr D! Soost, mit dem sexy sein ist es ja nicht getan. Das ist ja nicht die Lösung aller Probleme. Ganz unter uns: die fangen mit dem sexy sein doch gerade erst so richtig an. Und da müssen wir jetzt mal drüber reden, Herr D!! Würden wir bei der erreichten totalen Sexyness aufhören, wäre das wie einer dieser schnulzigen Liebesfilme, die ja auch dann enden, wenn sich die Protagonisten endlich beglückt in die Arme fallen. Dabei bleibt man auf dieser 7. Wolke nicht. Zumindest in den meisten Beziehungen, die ich so beobachten durfte. Ich für meinen Teil schwebe selbstredend seit Jahren jenseits von Gut und Böse vor mich hin.

So sehr man also vielleicht in seiner Sturm und Drang Phase darum bemüht ist als besonders begattungswürdig zu erscheinen, manchmal auch als begattungswürdig und interessant oder tiefsinnig oder cool… (aber letztlich, machen wir uns und der Natur da nix vor, geht es ja doch nur um die Begattungswürdigkeit)… Also, so sehr man das sein will, so wenig weiß man doch in dem Alter was das alles so nach sich zieht. Da mag die Schwerkraft noch keinen Einfluß auf das Erscheinungsbild haben vor dem vierten Bier, allerdings haben die Hormonkaskaden auch dafür gesorgt, dass es keinen Einfluß mehr geben kann vom Verstand auf das Handeln. Dieser schaltet sich doch oft erst irgendwann viel später wieder ein. Nämlich dann, wenn man schon dank seiner Sexyness morgens um vier ganz sexy auf dem ehemals weißen Ecksofa sitzt (jaja… man kann Microfaser wirklich super reinigen!) am Wochenende, zusammen mit dem noch nicht sexyhaften, aber dafür lauten Frühaufstehernachwuchs.

Na gut, Sie haben mich durchschaut. Ich bin es, die auf diesem Sofa sitzt. Die dank dem sexy sein jetzt ein vielfaches an Wäsche hat. Die es nie schafft so richtig ordentlich mal aufzuräumen. Die mehr Geld denn je für Kleidung ausgibt und weniger denn je neue Kleidung hat. Die -Achtung sexy!- inzwischen sich besser in der Kinderliteratur als in der Belletristik auskennt (Alice Munro? Wer ist das?) und dafür immer eine Packung Fischstäbdchen daheim hat.

Und ich bin es auch, die mitleidig den jungen, ahnungslosen Dingern hinterherschaut, die ihre ganze Energie in ebendiese Sexyness investieren, statt sich auch ein wenig mit Dingen zu beschäftigen, die einen über die Zeit jenseits des körperlichen Verfalls hinausretten. Denn sexy sein macht nicht satt. Sexy sein besorgt einem keinen Job. Zumindest in den meisten Branchen nicht. Und auch sexy wird mal alt.

Aber ich schweife ab. Was ich nur sagen wollte war:

Herr Detlef D! Soost, ich will nicht sexy gemacht werden! Ich habe schon zwei Kinder. Das reicht.

Danke,

Ihre Helena

PS: Ich wollte Ihnen ja noch wirklich gerne ausführlicher schreiben. Vielleicht melde ich mich ja nochmal, wenn ich ausgeschlafen habe. So in 10 Jahren. Und vielleicht, vielleicht komme ich dann ja doch noch auf Ihr Angebot zurück…

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7 Kommentare zu “Lieber Herr Detlef D! Soost,

  1. Liebe schlimme Helena

    Ich fühle mich grad total jung, denn ich hab Detlef als meinen Personal-Trainer engagiert. Zuerst aus Trotz, letzten Mai, da ich ihm nicht glaubte, dass 10 Wochen reichen würden, um sexy zu werden. Für meinen Teil war die Motivation endlich wiedermal mich zu bewegen (2x 20min Sport pro Woche, das schaff sogar ich, hab ich mir gedacht), ein paar Pfunde zu verlieren und spannendere Sachen zu kochen als Pasta mit Tomatensauce, Pasta mit Rahmsauce, Reis mit Rahmsauce, Reis mit…

    Hinzu kommt natürlich, dass ich früher (als ich wirklich jung war und so sexy, wie ich es jetzt wieder bin, dank D!) immer Popstars geschaut habe. Also nicht bei der 34. Staffel, sondern bei den ersten fünf. Und den Detlef mochte ich annodazumal schon. Wieso auch immer.

    Tja und so kam es, dass mich mein Mann mitleidig Linseneintöpfe essen sah (Linsengerichte machen Japaner traurig, sagt er), dass ich Kichererbsenfan wurde (hab ich bisher noch nicht einmal gekocht) und effektiv staunte, dass das Programm seinen Dienst tut.

    Ich bin weiterhin Anhängerin des Programms, 150 Euro für 2 Jahre. Das ist meiner Meinung nach ein fairer Preis für 2 Jahre Personal-Trainer im heimischen Wohnzimmer. D! trainiert mit mir, wann ich will, der ist da total zuverlässig. Trotz Rahmsauce und Pasta bin ich so sexy, wie ich werden wollte, dann, im Mai. Danke Detlef (Ich bin per du mit ihm).

    Dies als kurze (!) (:-)) Anmerkung, dass ich mich weder ahnungslos fühle und mich durchaus «mit Dingen beschäftige, die einen über die Zeit jenseits des körperlichen Verfalls hinausretten» und trotzdem dem Ruf des Herrn Soost gefolgt bin. Ich mache sogar fleissig Werbung dafür, weil ich das für das einzige mir bekannte effektive Körperänderungsprogramm halte, welches (dank Selbstversuch) hält, was es verspricht.

    Herzliche Grüsse von der sexy Ronja

    • Liebe Ronja,

      wir ich bei Regina schon schrieb: Sport ist eine feine Sache. Und ich freue mich, dass Du was für Dich tust, was Dir auch noch gut tut. Wie oft gönnen sich Mütter so einen Luxus schon.

      Liebe Grüße,
      auch an Detlef.

      Helena

  2. Liebe schlimme Helena,
    ich kenne zwar nicht wie Ronja, Detlef als Personaltrainer ,aber ich glaub zu wissen von was er spricht. Und auch ich habe mich wie Ronja auf den Weg gemacht , als Mami sexy und fit zu sein. Und ich war erfolgreich wenn auch ohne Detlef: effektives Training, flexibel auch von zu Hause, von kurzer Dauer mit wunderbaren Nebeneffekten: erhöhte Alltagstauglichkeit als Mami; Kleider von vor über 10 Jahren passen; anerkennde Blicke und Unverständnis wie man in dem Alter so fit sein kann.
    Na vielleicht gibtst Du dem Detlef mal eine Chance oder generell der Fitness und Sexyness das sie wieder in dein Leben einziehen kann.
    Liebe Grüsse
    eine wirklich fitte und sexy Mami
    Regina

  3. Liebe Helena!
    ich hab sogar 3 kinder, aber die lieben mich, obwohl nicht (mehr?) sexy bin.
    wieder mal treffend beschrieben!

    puss och kram, alma!

  4. Man wenn ihr wüsstet was Detlef D. Soost für ein Mensch ist, dann würdet ihr sowas nicht schreiben. Den gibt’s in 2 Versionen: professionell und privat. Kennt ihr noch MARKUS GRIMM (ex-NuPagadi)? Als er sich wegen Überanstrengung übergeben musste, lachten wir schallend. Aber so vorbildlich hat sich Detlef D! Soost noch nie verhalten: es kam, was kommen musste; das Erbrochene fiel zur Erde, und ein gieriger Kameramann hielt vollends drauf. Plötzlich Detlef: Wenn du das filmst, dann HAU ICH DIR EINS IN DIE FRESSE!!!“ Und er hatte RECHT verdammt noch mal. So hab ich Detlef noch nie geliebt wie in diesem Moment. Mann, was macht man sich von knallharten Arbeitern wie Detlef, der teilweise ’nachhelfen‘ muss weil er auch 48+-Stunden-Tage hat immer für ein Fremdbild! „Ekel!“ Das Wort mit A kann sich jeder denken. Detlef privat 2: Markus kullern die Tränen herunter bei „Behind Blue Eyes“. „Siehst du — geht doch!“ sein Kommentar. Glaub an dich. I love this moment. Fuck off haters. Ich werde nie wieder ein böses Wort über Detlef sagen, das schwöre ich. Wenn man von sensationsgeilen BILD-Reportern noch beim Übergeben gefilmt wird, und dann noch übelst diffamiert in der Zeitung — und dann sagt der harte und nicht sehr feine Worte, jedoch das hatte gesessen. YEAH! ROCK ON! Wehr dich auch mal, lass dich nicht ausschlachten. Das ist PRIVAT und hat in eurem Scheißblatt nichts zu suchen! Detlef ’schlachtet‘ auch mal sportlich, aber er ist nicht nur fair, sondern behandelt Menschen dennoch wie Menschen, nicht wie Vieh. Detlef HAT ein sehr grobes Gesicht, Aber ich hab auch schon von Mädchen ‚Danke D!‘ gehört und hätte fast mitgeheult. Die hat ihn also auch privat „kennengelernt“.

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